
Die Arbeitsgruppe befasst sich mit der Entwicklung, Charakterisierung und Validierung von In-vitro-Zellkulturmodellen epithelialer Barrieren, insbesondere der humanen Cornea und humanen Nasenepithels. Diese Zellkulturmodelle werden als Ersatz für exzidiertes Gewebe im überwiegenden Maße für In-vitro-Untersuchungen zu Arzneistoffabsorptionsvorgängen verwendet. Neben der Vermeidung von Tierversuchen im Sinne des 3R-Prinzips bieten die standardisierten Zellkulturmodelle die Möglichkeit, unter Umgehung interindividueller Schwankungen von Spendermaterial, Daten zum transcornealen bzw. transepithelialen Permeationsverhalten von Arzneistoffen aus Drug-Delivery-Systemen zu erhalten. Darüberhinaus werden die Modelle im Rahmen von sicherheitstoxikologischen Untersuchungen zur Zytotoxizität von Substanzen und Formulierungen sowie zur Beurteilung der Regenerationsfähigkeit von epithelialem Gewebe nach mechanischer oder chemischer Schädigung eingesetzt.
Ein weiteres Forschungsfeld der Arbeitsgruppe ist die Evaluierung der nutzvollen Verwendung von Biomaterialen aus nachwachsenden Rohstoffen als Wachstumssubstrat sowie als transferabler Zellträger. Hier stehen Materialien basierend auf humanem Haarkeratin im Fokus des Forschungsinteresses.
Desweiteren sind neuartige Hilfsstoffe zur Beeinflussung der Tight junctions Funktion epithelialen Gewebes mit dem Ziel der Erhöhung der Bioverfügbarkeit von Arzneistoffen mit geringer Absorptionsrate Gegenstand der Forschung.